2021 trat Gatterer als Geschäftsführer aus dem operativen Geschäft der SAD zurück. Viele der Verfahren liefen noch Jahre danach weiter und noch heute soll der Abschluss von so einigen Verfahren noch ausstehen. Endlich, so könnte man denken, sieht er ein, dass ständiger Streit mit der Provinz einem Unternehmen mehr Probleme als wirkliche Vorteile oder scheinbare Gerechtigkeit bringt. Falsch gedacht, denn den Rücktritt erklärt der Ex-SAD Chef viel eher damit, dass seinem Unternehmen großer Schaden zukommt, wenn er nicht geht. Er sei zwar der Grund für die Streitigkeiten mit der Regierung, doch weiterhin liegen die Fehler beim Land. Zitate zum Rücktritt:
„Ich erinnere daran, dass alle Verfahren und Streitigkeiten zwischen der Sad und der öffentlichen Verwaltung auf meine persönliche Initiative zurückzuführen sind.“
„Zum Wohl der Gesellschaft halte ich es für angebracht, dass ich auf eine weitere Einbindung in die Führungstätigkeit der Sad verzichte und damit alle kritischen Situationen bereinige. Damit gebe ich bekannt, dass ich alle geschäftsführenden Aufgaben mit sofortiger Wirkung zurücklege.“
Er betont, dass er für jeden Streit verantwortlich war, doch räumte keine Fehlentscheidungen ein und auch aus dem Podcast aus 2021 ist herauszuhören, dass jeder Streit, den er begann, legitim war. Die Aussagen gleichen einem Beziehungsstreit: Um schlimmeres zu verhindern, zieht man sich zurück, obwohl man noch immer überzeugt ist, im Recht zu sein. Wir können allerdings nur hoffen, dass es in keiner Beziehung zu so vielen Auseinandersetzungen kommt.