Es schien zunächst wie ein weiterer lockerer Sieg für den DFB zu werden. Zumindest die ersten zwei Minuten. Denn da erzielte Leroy Sané bereits das 1:0 und schoss gleichzeitig das zweitschnellste Tor dieser Weltmeisterschaft. Doch mit der Antwort hatten die Deutschen überhaupt nicht gerechnet. Vor allem nicht so schnell. Denn nur sieben Minuten später traf Nilson Angulo zum 1:1. Ausgelöst durch einen deutschen Fehlpass. Plötzlich bebte das gesamte Stadion und die ecuadorianischen Fans konnten sich kaum mehr halten.
In der ersten Halbzeit hatte Deutschland zwar mehr Ballbesitz, wirklich gefährlich wurde es aber nur selten. Vieles wirkte ungenau und teilweise schlampig ausgespielt. In der zweiten Halbzeit wurde Ecuador dagegen immer mutiger. Die Südamerikaner spielten direkter, aggressiver und glaubten plötzlich an die Sensation. Deutschland wirkte hingegen phasenweise unkonzentriert und ließ zu viele Räume zu.
Und dann kam die 77. Minute. Nach einem Eckball landete der Ball vor den Füßen von Gonzalo Plata, der ihn irgendwie vor Manuel Neuer über die Linie stocherte. 2:1. Das Stadion explodierte. Und vor allem einer konnte seine Emotionen nicht mehr zurückhalten: Trainer Sebastián Beccacece.
Dieser hoppelte ähnlich wie Otto Walkes nach dem Schlusspfiff auf die Tribüne, kletterte beinahe wie Spider-Man zu seiner Familie hinauf und wurde regelrecht von ecuadorianischen Fans umzingelt und gefeiert. Ein Moment, den er so eigentlich nicht mehr erwartet hatte.
Trainer: Sebastián Beccacece
























