Nachhaltigkeit mal anders

Cortina setzt auf Alternative Fortbewegungsmittel

In Cortina herrscht kurz vor Beginn der Winterspiele ein ganz besonderes Olympia-Feeling. Nicht Vorfreude, sondern Bangen & Zittern, um die Fertigstellung der Seilbahn. Denn die Seilbahn Apollonio–Socrepes, die täglich 2.400 Zuschauer zur Tofana bringen soll, wird zum Eröffnungstag nicht fertig.

Branchenriesen wie Doppelmayr & Leitner wollten bei Bau-Ausschreibung nicht mal anbieten. Der Untergrund sei aus geologischer Sicht wohl zu „kompliziert“. Die aktuelle Baufirma nahm sich nach ihrer Insolvenz für ihr Comeback wahrscheinlich ein Beispiel an Stefan Raap. Ihr derzeitiger Slogan lautet bestimmt: Wer schon einmal untergegangen ist, kennt sich mit Tiefgang aus.“ Lieber wären sie insolvent geblieben.

Aber Cortina wäre nicht Cortina, wenn man nicht versuchen würde, ein internationales Sportevent mit Millionenpublikum zu retten. Schulschließungen vom 10. bis 12. Februar sind geplant. Heißt das, dass die Bildung unserer Zukunftsgeneration darunter leidet? Keineswegs, schließlich lernen die Schüler somit eine wichtige Lektion: Prioritäten setzen.

Ohne Seilbahn müssten laut Angaben 27.000 Zuschauer weniger eingeplant werden. Bei einer Kapazität von rund 7.000 Fans im Tofane Alpine Skiing Center ist das kein kleiner Schönheitsfehler, sondern ein struktureller Schlag ins Gesicht des gesamten Publikumsplans. Wer schon Tickets hat, darf sich freuen: Es wird exklusiver. Aber weil man im hochalpinen Raum nun mal erfinderisch ist, hat das Organisationskomitee heute alternative Fortbewegungsmittel vorgestellt.

MENSCHEN KATAPULT

Ein Klassiker aus dem Mittelalter. Schnell, günstig und effizient. Also alles, was die unfertige Seilbahn bis jetzt nicht ist. Das Prinzip ist simpel: Zuschauer rein, Spannseil anziehen, loslassen und hoffen. Wir empfehlen einen Helm.

KUH SCHLITTEN

Endlich ein Fortbewegungsmittel "Made in Südtirol." Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h geht’s hoch auf den Berg. Hier lernen die wohlbetuchten Touristen, dass die Kühe auf der Alm nicht lila sind. Nur die Anpassung der Straßenschilder muss noch von Staugefahr in Kuhlonne umgetauft werden.

HUBSCHRAUBER

Weil nichts „öffentliche Verantwortung“ so schön ausdrückt wie ein Helikopter-Shuttle, der mehr Geld verbrennt als wahrscheinlich der Bau der Seilbahn selbst. Den Slogan für die Werbung in Südtirol hätten wir dafür schon: „Wir retten Olympia mit deinem Geld!”

FAZIT
Cortina zeigt einmal mehr: Olympia ist nicht nur Sport. Olympia ist ein Lebensgefühl. Oder wie Rudy Leiter es ausdrücken würde: eine außerordentliche Ehre! Die Seilbahn kommt bestimmt noch. Spätestens zu den nächsten Winterspielen.


Anmerkung des HOJ.CLUBS: Bild & Videos sind KI generiert!