Es gibt Orte auf dieser Welt, die versteht man erst, wenn man dort war. Rom. New York. Lourdes. Und dann gibt es den Ballermann. Der Ballermann ist kein Urlaubsort. Der Ballermann ist ein Zustand. Ein Paralleluniversum mit Sand zwischen den Zehen, Promille im WLAN und einer kulturellen Eigenlogik, die wahrscheinlich nur mit drei Maß Bier, zwei Adiletten und einem „Cordula Grün“ auf 118 Dezibel vollständig entschlüsselt werden kann. Wir waren dort. Am Ballermann. Auf Mallorca. Oder besser gesagt: in Deutschland. Nur halt mit Palmen.
Denn wer glaubt, Mallorca sei Spanien, war offensichtlich noch nie zwischen Megapark, Bierkönig und Schinkenstraße unterwegs. Dort spricht man Deutsch, singt Deutsch, bestellt Deutsch, schreit Deutsch und trägt dazu weiße Tennissocken in offenen Badeschuhen, als hätte die Modepolizei längst kapituliert und wäre selbst im Sangria- Eimer ertrunken.
Die Deutschen dichter, als im Flieger













