VON DER TALSTATION DIREKT ZUR PENSION

2 Tage vor Ort in der Doppelmayr

Lana Industriezone

Dass sich Doppelmayr mit Seilbahnen beschäftigt, weiß jeder. Doch was wirklich hinter den Kulissen des Großunternehmens passiert und was für Menschen hier tagtäglich arbeiten, das konnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnen. Fest steht nur: Hier steigen viele ein und kaum jemand wieder aus.

Rebekka und Hannah, machten sich also auf den beschwerlichen Weg in die Industriezone Lana. Nach einer Anfahrtszeit von rund eineinhalb Minuten erreichten sie ihr Ziel und wurden sofort von Marlene empfangen. Inoffiziell gilt sie als eine verlässliche Informationsquelle, offiziell redet sie vermutlich einfach gern. Beides erwies sich für die Recherche als Glücksfall. So kamen die beiden an Informationen, die die beiden "Reporterinnen" kaum für möglich hielten. So soll ein Mitarbeiter mit Führerscheinpunkten gehandelt haben, als wäre man am Bozner Bahnhof. Ein anderer konnte angeblich Bier von Sinich bis nach Untermais riechen. Wieder ein anderer sprach mehr über Gondeln als über seine eigene Familie.

Besonders auffällig was jedoch etwas anderes: Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit. 10 Jahre? Pff, Anfänger. 15 Jahre? Nett. 25 Jahre? Jetzt kommen wir das Sache näher. Noch nie ist den engagierten "Reporterinnen" eine derart fanatische Begeisterung für Seilbahnen untergekommen. Menschen die mit leuchtenden Augen über Umlenkscheiben, Stützwinkel und Kabinenbelüftung unterhalten...freiwillig?!

Man fragte sich: Was steckt hinter dieser jahrzehntelange Treue? Geld? Möglich. Kostenlose Seilbahnfahrten bis zur Pension? Unbestätigt. Eine eindeutige Antwort wurde bis heute nicht gefunden. Ein Mitarbeiter, der anonym bleiben möchte, erklärte uns einen möglichen Grund: ”Man muss einfach einen Schaden haben, wenn man hier arbeitet… sonst macht man das nicht.“ Eine Antwort, die vieles erklärt und gleichzeitig gar nichts. Nach zwei Tagen intensiver Recherche stand für die beiden fest: Die Menschen bei Doppelmayr wissen, was sie tun. Sie tun es gründlich. Sie tun es lange. Und sie tun es mit einem Humor, der zeigt, dass man sich selbst nicht zu ernst nimmt, die Arbeit aber sehr wohl. Damit war die Rechercheabgeschlossen. Die Fragen bleiben zwar - aber hey: Nicht jeder kann seinen Job sorgfältig erledigen.