Ganz Südtirol fühlt es gerade ein bisschen schwerer im Herzen. Weil es Dinge gibt, über die man nicht einfach hinwegliest. Und die Brasserie gehört genau dazu. Was lange nur ein Gerücht war ist jetzt Realität geworden: Die Brasserie schließt. Endgültig. 10 Jahre. 10 Jahre voller Lichter, Musik und Momente, die man eigentlich festhalten wollte, aber nie konnte. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum sie so besonders waren.
Hinter all dem steht Michael "Miki" Picarella. Jemand, der nicht einfach nur einen Ort geschaffen hat, sondern ein Gefühl. Ein Zuhause für alle, die wussten, dass Donnerstag nicht einfach nur Donnerstag ist – sondern Aperitivo Lungo. Und was das hieß, weiß jeder, der einmal dort war: Ein Abend, der harmlos begann… und irgendwo zwischen Tanzen, Lachen und den ein oder anderen körperlichen Näherung komplett eskalierte. Nächte, die man nie geplant hatte – aber genau deshalb nie vergessen wird. Und manchmal eben auch Nächte, die man ein bisschen zu gut vergessen hat.
Bei der Messe in Bozen wurde nicht einfach gefeiert – hier wurde gelebt. Menschen haben sich kennengelernt, verliebt, verloren und wiedergefunden. Und jetzt? Jetzt sagen sie wirklich tschüss.
Und das nicht irgendwie so, sondern mit einer Geste, die genauso besonders ist wie alles, was davor war: Eine offizielle Beerdigung. Das Video dazu ist draußen – und es fühlt sich falsch an, es anzusehen. So endgültig. So real. Wäre es der 1. April, würden wir lachen. Aber diesmal bleibt uns das Lachen im Hals stecken.
Die Brasserie geht. Aber das, was sie war, bleibt. In Geschichten. In verschwommenen Erinnerungen.
Und in diesem einen Gefühl, das jeder kennt, der dort jemals die Nacht verloren hat. Manche Orte schließen. Andere hinterlassen Spuren. Die Brasserie hat beides geschafft.









































