Monika Waldner hatte offenbar eine Qualifikation, die sonst kaum jemand hatte. Außer vielleicht fünf andere Frauen vor ihr. Die gebürtige Meranerin war nämlich nicht nur die ehemalige Sekretärin von Lord Luis Bacardi – sie wurde später auch seine Ehefrau. Und zwar die sechste.
Luis Bacardi gehörte zur berühmten Bacardi-Familie, also jener Dynastie hinter dem wohl bekanntesten Rum der Welt. Neben Bacardi selbst gehören zur Familie beziehungsweise zum Konzern auch Marken wie Patron, Grey Goose, Bombay Sapphire oder Martini. Wobei der Ruhm hier ein größerer Faktor spielt als die Spirituose selbst.
Im Jahr 2000 heiratete Monika Waldner den damals 71-jährigen Lord Luis Bacardi. Fünf Jahre später verstarb er und hinterließ seine Frau sowie die gemeinsame Tochter. Und genau hier beginnt die Geschichte interessant zu werden. Denn laut Berichten soll Monika Bacardi „nur“ rund zehn Millionen Euro geerbt haben. Klingt für normale Menschen zwar nach genug Geld für mehrere Leben, scheint in Kreisen milliardenschwerer Spirituosen-Dynastien aber eher als Taschengeld durchzugehen.
Der eigentliche Streitpunkt soll nämlich ein angeblicher Treuhandfonds sein, in dem sich laut Medienberichten bis zu 700 Millionen Euro befinden sollen. Dieses Vermögen soll angeblich so abgesichert worden sein, dass kaum jemand Zugriff darauf bekommt. Damit scheint die hinterbliebene Ehefrau verständlicherweise nicht ganz zufrieden zu sein. Und deshalb wird seit Jahren gestritten – um die Asche des verstorbenen Rum-Erben.
Ob Monika Bacardi am Ende Erfolg haben wird oder nicht, bleibt offen. Fest steht nur: Selbst bei Menschen mit hunderten Millionen Euro läuft es familiär offenbar nicht unbedingt entspannter ab als bei allen anderen.
Witwe von bekannten Bacardi Hersteller





















































































