Die Dolomiten entstanden vor rund 250 Millionen Jahren. Südtirol hat es jetzt geschafft, einen neuen Berg in wenigen Jahren zu bauen. Effizienz nennt man das wohl. Wer aktuell an Vahrn vorbeifährt, könnte meinen, dort sei plötzlich ein neuer Gipfel aus dem Boden gewachsen. Nur hat diesmal weder Mutter Natur noch Reinhold Messner ihre Finger im Spiel. Der neue Berg besteht nämlich aus dem Aushubmaterial des Brennerbasistunnels. Ja. Aus Schutt. Und ehrlich gesagt sieht das Ganze mittlerweile verdächtig nach einem Berg aus. In Deutschland würde der wahrscheinlich sogar schon als Mittelgebirge durchgehen. Wer uns nicht glaubt, soll einmal „Kaliberg“ googeln. Wir wollen ja niemanden beleidigen, aber die Ähnlichkeit ist... sagen wir mal... nicht ganz von der Hand zu weisen.
Fehlt eigentlich nur noch ein Gipfelkreuz, eine Schutzhütte und ein Wanderweg. Dann dauert es wahrscheinlich keine zwei Wochen, bis die ersten Influencer bei Sonnenaufgang ein Reel drehen. "Geheimer Spot in Südtirol, den kaum jemand kennt." Dazu noch ein Kaiserschmarrn für 19 Euro. Schmeckt. Vielleicht sollte man auch gleich ein Drehkreuz aufstellen. Wenn die Dolomiten schon überlaufen sind, braucht Südtirol eben neue Berge. Innovation nennt man das.
Schotterhorn in Vahrn






























































































